Kategorie: Wissenswert

Ahrwein des Jahres

31 Winzer stellen 136 Weine der Ahr an

 

Zum fünften Mal organisieren das ‚International Wine Institute‘ und die Kreissparkasse Ahrweiler den anerkannten  Weinpreis „Ahrwein des Jahres“.

Das Ziel der Winzer: Das begehrte Siegel „Bester Spätburgunder des Jahres“ in einer der vier Rotweinkategorien zu erhalten.

Die Siegerweine sind mit hohem Prestige und großer Anerkennung im Weinhandel und in der Gastronomie versehen, so Alexander Kohnen vom ‚International Wine Institute‘. „Wir freuen uns sehr, dass dieses Jahr so viele Winzer ihre Weine angestellt haben“, sagt Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler. Prämiert werden in der Königsdisziplin die drei besten Spätburgunder der Region in den Kategorien „Kultwein“,  „Premiumwein“ und „Klassiker“.

Weiterhin werden in diesem Jahr die Sonderpreise in den Klassen „Bester Frühburgunder“, „Bester Blanc de Noir“ und „Bester Riesling“ ermittelt. Der Weinpreis ist ein vom Land Rheinlandpfalz nach § 30 der Weinverordnung zugelassener Weinwettbewerb.

 

(aus Wochenspiegel, Woche 28)

Hefe – die Geheimnisträgerin

Der Einfluss von Hefe auf den Geschmack des Tropfens

Zwei Dinge sind essentiell notwendig, um Wein zu machen –  wir wollen hier nicht in die vielfältigen Einflussgrößen anschauen, die in der Mikrobiologie des Weines darüber hinaus eine große Rolle spielen. Reduzieren wir uns diesmal auf die beiden wichtigen Bestandteile: die Trauben und die Hefe. Im Gegensatz zu der enormen Aufmerksamkeit, die den Trauben geschenkt wird, messen Weintrinker wie Weinkenner der Hefe wenig Bedeutung bei. Von den meisten wird sie höchstens als Trübung im Federweißen im Herbst wahrgenommen. Im Glas können wir die Hefe nicht identifizieren; und dennoch beeinflusst sie die Nase und das Bouquet jedes Weines  –  auch wenn wir sie nicht direkt und bewusst riechen oder schmecken.

Das war vor 50 Jahren noch anders. Damals begann man, Weine üblicherweise steril zu filtrieren. Vorher waren Weine geschmacklich im allgemeinen deutlich stärker von der Hefe geprägt gewesen, weil sie typischerweise mehrere Jahre auf dem Depot (auf der im Fass belassenen Hefe) lagerten, was sich während der Gärung gebildet hat. So viel Zeit gönnte man sich, um einen klaren Wein nach dem selbsttätigen Absetzen abfüllen zu können.
Heute experimentieren einige deutsche Winzer wieder mit langen Hefekontaktzeiten für ihre hochwertigen trockenen Rieslinge. Sie möchten herausfinden, ob die früher üblichen zwei bis drei Jahre Hefelagerung zu einer geschmacklichen Steigerung führen könnten. Das Weingut Dr. Loosen in Bernkastel/Mosel treibt diese Forschung besonders konsequent voran. Es ist frappant, nicht nur wie cremig und kräftig sie wirken, sondern auch wie elegant. Sie scheinen Vorboten einer neuen Art von Wein zu sein, bei der die Hefe eine offensichtlich bedeutende Rolle spielt.

Wissenswert: Der „BSA“

Der Biologische Säureabbau ( BSA )

Der junge Wein enthält im Wesentlichen Ethanol (Alkohol), Glycerin, Säuren, Salze, Kohlenstoffdioxid und unvergärbaren Restzucker.
Dieser Restzucker und die Säuren (das sind Wein-, Milch- und Äpfelsäure) kommen aus der Traube, werden aber im Verlauf des weiteren Ausbaus mengenmäßig verändert. Man spricht bei diesem Prozess salopp vom biologischen Säureabbau, richtiger wäre wohl der ‚bakterielle Säureabbau‘, bei dem die Äpfelsäure in Milchsäure umgewandelt wird. Es sind tatsächlich keine Hefepilze, sondern Bakterien, die für diese Phase des Stoffwechsels verantwortlich zeigen. Nun unterliegen alle Verbindungen in der jungen Weinflüssigkeit stetigen chemischen Veränderungen; sie bilden letztlich das Reifebukett.  –  Während man heute bei den meisten Weißweinen den biologischen Säureabbau vermeidet oder durch chemische Entsäuerung ersetzt, so kann jedoch nicht bestritten werden, dass der BSA insbesondere bei Rotweinen überaus vorteilhaft ist.

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